Comte de Thun – Château de Frausseilles

Ferdinand Graf von Thun und Hohenstein ist ein Geschäftsmann aus München mit zwei großen Passionen: Genussabenteuern und großen Weinen. Als er im Jahre 1998 auf einer seiner Reisen das leicht verfallene Gemäuer des bezaubernden Château de Frausseilles in der in Vergessenheit geratenen Weinregion Gaillac zum ersten Mal sah, verliebte er sich augenblicklich – und kaufte es.

Hier, ungefähr 80km von Toulouse entfernt, wollte er sich seinen Traum erfüllen: Rotweine von Weltklasse zu produzieren, die – wie zu ihrer Blütezeit im 13. bis 17. Jahrhundert – kräftig, eigenständig, extrem gut lagerfähig und in aller Welt begehrt sind. So möchte er die wunderschöne Region wieder unter Genießern bekannt machen und die Renaissance des Weingebiets Gaillac einläuten. Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund, dem Önologen Riccardo Cotarella, machte er sich an die Arbeit.

Im 15. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt – wahrscheinlich aber schon viel früher erbaut – war das Château de Frausseilles ursprünglich Teil einer spätmittelalterlichen Festungsanlage. Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Konsul von Gaillac vom Parlament von Toulouse den Auftrag, diese zu zerstören. Was heute bleibt, ist ein rechteckiges Gebäude aus lokalem Kalkstein mit einem Obergeschoss und einer angrenzenden Kirche, die einst als herrschaftliche Schloss-Kapelle gedient haben muss.

Beim Eintreten durch das stattliche Steinportal ist eine altfranzösische Inschrift im Torgiebel zu erkennen: „Verrate deinen Glauben nicht, weder für Prinz noch König.“ Vermutlich stammt die rebellische Zeile aus der Zeit der Hugenottenkriege: Im 16. Jahrhundert bekämpften sich in Frankreich Katholiken und Protestanten in drei rasch aufeinanderfolgenden Kriegen – und auch der Gaillac wurde zeitweilig von den protestantischen Hugenotten besiegt und “bekehrt“. Geplündert und mehrere Jahre lang von einem der protestantischen Oberhäupter bewohnt wurde das Château de Frausseilles höchstwahrscheinlich in eben dieser Zeit um ein Obergeschoss herabgesetzt und so auf seine heutige Höhe gebracht.

Diese Sorten sind – was kaum bekannt ist – bereits seit Jahrhunderten Teil der Rebkultur des Gaillac und finden im Klima, der Lage und dem Boden der Hochebene beste Voraussetzungen. Sie haben das Potential, eigenständige, gut lagerfähige und international gefeierte Weine hervorzubringen.

Als Ferdinand von Thun das Weingut auf dem Plateau Cordais von seinem Vorgänger erworben hatte, fand er 10 Hektar neu bepflanztes Rebland vor. Darunter Syrah, Merlot, Cabernet Sauvignon sowie die Lokalrebsorten Duras und Braucol. Eine Vielfalt von Rebsorten also, die auf dem Weingut bisher nur gesetzeskonform und als Cuvées ausgebaut worden waren – und über die sich der Graf und sein önologischen Berater, Riccardo Cotarella, zunächst einen Eindruck verschaffen mussten. Um zu erkennen, welche Rebsorte ihr Terroir wie zum Ausdruck bringen würde, bauten sie zunächst jede einzelne Rebsorte reinsortig aus – und kamen im Jahre 2000 zu folgendem Schluss: Die Weine aus Duras und Braucol entsprachen dem angestrebten Stil von “Comte de Thun“ überhaupt nicht. Sie wurden verbannt.

Während Syrah, Merlot, Cabernet Franc – und einige Zeit später auch Pinot Noir – auf dem kargen, kalkhaltigen, teilweise mit Lehm versetzten Boden der Hochebene ideale Voraussetzungen vorfanden und vielversprechende, ganz eigenständige Weine hervorbrachten. Dem hätte der Wein-Papst Dr. Jules Guyot (1807-1872) sicherlich zugestimmt. Denn in seinem Referenzwerk “Studie der Weinbaugebiete von Frankreich“ beschrieb er das Plateau Cordais als exzellent für eben diese Rebsorten („C’est là le meilleur climat qu’il puisse désirer.“). Auch dokumentierte er, dass sie neben den heute weitverbreiteten lokalen Rebsorten bis zur Reblaus-Katastrophe gegen Ende des 19. Jahrhunderts durchaus typisch für die Region Gaillac gewesen seien. Einige von ihnen wahrscheinlich schon viel länger.

La Tarabelle 2011

La Tarabelle 2011

Typische würzige Noten der Syrahtraube, Pfeffer, rote Früchte, Wacholder und Lebkuchengewürze. Körperreich, mit Tiefe und einem reichhaltigen Bouquet. Die Tannine sind harmonisch eingebunden und die feinen Noten des Barriques untermalen elegant die typisch kräftigen Aromen der Rebsorte.

Beschreibung
La Parrazal 2009

La Parrazal 2009

Die Weine von „Comte de Thun“ sind Botschafter der südwestfranzösischen Weinlandschaft. La Parrazal ist eine Cuvée aus Syrah, Merlot und Cabernet Franc. Der Rotwein reflektiert die Merkmale der einzelnen Rebsorten vortrefflich und besticht durch seine spannungsgeladene Gesamtkomposition. Während sein Duft stark von der Würzigkeit der Syrah-Rebe geprägt ist, präsentieren sich am Gaumen Merlot und Cabernet mit ihren Aromen von roten Früchten und Cassis. Das faszinierende Bouquet wird umschmiegt von seidigen Tanninen. Ein komplexer Wein mit viel Tiefe und langem Abgang.

Beschreibung

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